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23/05/2010
Fanfest und Abschied von Roman Havel und Jakub Semenec.
SV Koweg Görlitz 32 (16)
SSV Stahl Rietschen 27 (10)

Da die Handballer des SV Koweg Görlitz in dieser Saison ihren letzten Spieltag entgegen der Gewohnheit auf fremden Boden austragen mussten sollte der Verbandsliga-Supercup am Pfingstsamstag zum großen Fanfest genutzt werden. Die Feierlaune ließen sich die Anhänger auch trotz der Absagen aus Zwickau und Glauchau nicht vermiesen und zeigten sich nicht nur bei den Trikotversteigerungen sehr spendabel.
„Als erstes müssen wir uns beim SSV Stahl Rietschen für die kurzfristige Bereitschaft bedanken, trotz Pfingstwochenende gegen uns ein Freundschaftsspiel zu absolvieren“, bedankte sich SV-Trainer Carsten John beim ehemaligen Ligakontrahenten, der den Klassenverbleib mit 17 Punkten geschafft hat. Für das Testspiel gab John allen Spielern Einsatzzeiten, unabhängig vom Spielverlauf. Dieser zeigte eine anfängliche Dominanz der Neißestädter (7:1), ehe sich eine gewissen Gleichwertigkeit auf dem Parkett einstellte. John: „Auch wenn es nur ein Freundschaftsspiel war will man als Trainer sehen, das gewisse taktische Vorgaben eingehalten werden. Heut musste die Mannschaft leichte Abstriche im Abwehrverhalten machen.“ Da ließen die Görlitzer für seinen Geschmack mit 27 Toren ein paar Treffer zu viel zu. Vor allem der Rietschener Rückraum mit Holubek und Jastrzebski setzten mit ungehinderten Würfen aus der 2.Reihe Akzente. In den eigenen Reihen wollte der SV-Coach vor allem die drei Spieler aus dem Juniorteam, die als Verstärkung aufgerückt sind, lobend erwähnt wissen. Marc Rechner, Martin Adam und Björn Hentschel standen in der abgelaufenen Saison stets bereit, um dem personell gebeutelten Verbandsligakader auszuhelfen. „Wir haben immer versucht darauf zu achten, dass die drei nicht ihr Spielrecht für die Reservemannschaft verlieren. Für ihre Bereitschaft können wir uns nur bedanken. Sie haben auch im Spiel gegen Rietschen wieder einmal angedeutet, dass sie sich berechtigte Hoffnungen für mehr machen können“, so John. Für die beiden zum Saisonstart angeheuerten Tschechen Roman Havel und Jakub Semenec stellte das Testspiel das Ende ihres Engagement beim SV Koweg Görlitz dar. Havel war nochmals anwesend und machte seine letzten vier Tore für den zukünftigen Sachsenligisten. John: „Beide haben ihren berechtigten Anteil am Aufstieg, das ist ganz klar die Aussage, die unter dem Strich stehen bleibt.“ Beide deuteten ihre Leistungen an, standen aber auch oft den etatmäßigen Spielern auf den entsprechenden Positionen nach. „Wir sind ja alle mit dem Vorsatz gestartet, dass wir nicht erwarten dürfen, zwei unersetzlich starke Spieler geholt zu haben. Der Vorstand hat am Anfang der Saison diesen Schritt gewagt, und ich denke wir haben diesen nicht bereut“, meint der SV-Übungsleiter weiter. Alles Zukünftige baut nun auf die Erfahrungen mit Havel und Semenec auf. Letztlich aber mussten die Verantwortlichen auch eine Bilanz erstellen und da hat sich gezeigt, dass Aufwand und Nutzen nicht mehr im Verhältnis zueinander stehen und zukünftig auch stehen würden. John: „Unsere Mannschaft lebt vom hohen Engagement im Training. Und da hatte ich mir doch etwas mehr vorgestellt. Menschlich tut es mir für beide leid, weil sie von ihren Persönlichkeiten sehr gut ins Team gepasst haben. Aber wir mussten jetzt den Schlussstrich ziehen.“ Auf der anschließenden 1€-Party sorgte unter anderem die Trikotversteigerung der Aufsteigermannschaft für ein Highlight. „Es kamen über 1.000€ an Spenden zusammen. Wenn mir das jemand vorher gesagt hätte, den hätte ich nicht für voll genommen. Das war zur Überraschung aller eine großartige Leistung der Fans“, bedankte sich SV-Sportmanager Mario Ahnert für die hohe Spendenbereitschaft. Ein Großteil davon kommt der Jugendabteilung des Vereins zu Gute. Ahnert: „Dazu kommen noch die Spenden aus dem diesjährigen Spielflächenverkauf, also weitere 625 Euro. Unsere Jugend wird sich sehr darüber freuen und bedankt sich bei allen Spendenwilligen. Wir werden rechtzeitig über die Verwendung informieren.“ Die Saison ist damit offiziell beendet, und schon am Freitag gibt es für die Spieler eine willkommende Abwechslung. In einem Freundschaftsspiel messen sich die Koweg-Handballer in Flanken, Freistößen und Torschüssen gegen den NFV 09 Görlitz, am 2.Juni findet der Vergleich im Handball statt. „Wir werden da sicherlich die ein oder andere Überraschung erleben, dass sich die Spieler beider Vereine auch ganz gut in der anderen Sportart anstellen können“, freut sich John auf jede Menge Spaß.

Koweg spielte mit: Kirchhoff, Purschke (beide Tor), Noack (1), Vogt (4/1), Franke (3), Adam (2/1), Lazarus (1), Türkowsky (3), Besser-Wilke (5), Rechner (1), Krause (3), Meißner (1), Havel (4/1), Hentschel (4)

Spielfilm: 2:0, 7:1, 9:5; 13:7; 16:10; 18:12; 23:17; 27:22; 30:24; 32:27

Robert Eifler

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Vorbericht:

Nach der Saison ist bekanntlich vor der Saison. Nach nur einwöchiger Pause stiegen die Handballer des SV Koweg Görlitz wieder ins Trainingsgeschäft ein, um sich für den geplanten Supercup am Samstag (17Uhr) in der Sporthalle Rauschwalde vorzubereiten. Nach den kurzfristigen Absagen der ersten beiden Teams der Verbandsliga-Weststaffel hat sich der SSV Stahl Rietschen spontan zum Aufeinandertreffen bereiterklärt.
SV Koweg Görlitz gegen den ZHC Grubenlampe – so sollte das Duell am Samstag in der Erstauflage des Verbandsliga-Supercup lauten. Gastgeber Koweg hatte alles vorbereitet, doch dann kam die Absage des Meisters der Weststaffel. Auch Plauen als Zweiter sagte als Ersatzlösung seine Teilnahme ab. „Das ist natürlich schon ein wenig schade, da die Organisation schon sehr weit vorangeschritten war. Grubenlampe hatte schon vor geraumer Zeit abgesagt, Plauen entschied sich trotz schriftlicher Zusage vor zwei Wochen zum Rückzug. Wir haben dann fieberhaft einen neuen Gegner gesucht und ich denke mit Rietschen einen sehr guten Ersatz gefunden“, präsentiert SV-Sportmanager Mario Ahnert das zufriedenstellende Ergebnis aus den zwei turbulenten letzten Wochen und fügt an, „dass der Dank Rietschen für die spontane Zusage gilt.“ Denn Koweg will am Pfingstsamstag mit seinen Fans gebührend den Saisonabschluss und den Aufstieg in die Sachsenliga feiern. Und das lässt sich natürlich besser machen, wenn die ganze Veranstaltung auch eine sportliche Komponente enthält. „Ich hatte nach dem Rückspiel schon erwähnt dass ich froh war, beide Spiele gegen Rietschen erfolgreich absolviert zu haben. Die Mannschaft hat sich nach Startschwierigkeiten gefangen und sich den Klassenverbleib verdient. Ich glaube das hat dem Team zum Anfang der Saison niemand zugetraut“, schätzt auch SV-Trainer Carsten John den Gegner keineswegs nur als mittelklassigen Sparingspartner und Notlösung ein. Immerhin hatte die Aufstiegsmannschaft nach der 22:44-Heimklatsche Koweg im zweiten Aufeinandertreffen knapp an der ersten Niederlage. Erst in der Schlussminute konnte sich der Klassenprimus mit 33:31 aus der Affäre ziehen. John: „Das lässt doch auch für den Samstag ein spannendes Spiel erwarten.“ Erwarten werden die Neißestädter auch wieder zahlreiche Besucher, aufgrund des eingeschränkten Platzkontingents hat sich der Verein etwas einfallen lassen. Auf einer Videoleinwand im Foyer wird das Spiel zwischen Koweg und Rietschen übertragen. „Danach gibt es die 1-Euro-Party mit Open End“, kündigt John an. Denn es gibt zusammen mit den Fans reichlich zu feiern. Es war wohl das sportlich erfolgreichste Jahr der Koweg-Handballer im Erwachsenenbereich. Neben der Verbandsligameisterschaft feiert der Verein auch die Aufstiege der 2. und 3.Männermannschaft. Auch das Frauenreserveteam schloss auf und wird sich im kommenden Jahr in der Verbandsliga messen dürfen. Ahnert: „Ich kenne aktuell keinen Verein, dem ein solcher Triumpf gelungen ist. Unsere 3.Männermannschaft hat ja auch noch den Pokalsieg geschafft und steht aktuell im Finale der Ü-40-Meisterschaften im ostdeutschen Raum. Mehr geht in einem Jahr eigentlich nicht.“ Zwei weitere Highlights warten zusätzlich auf die Fans. Zum einen möchte die Mannschaft die Trikots der Aufsteigersaison unter den Anwesenden versteigern, die Mannschaft erhält für die Sachsenliga-Saison eine neue Ausstattung. Zum anderen ist auch für diejenigen gesorgt, die trotz Party nicht auf das Championsleague-Finale zwischen Bayern und Mailand verzichten möchten. Denn auch diese Partie wird auf der Videoleinwand übertragen. Auch für die Zeit nach der großen Fansause sind die Planungen weitgehend abgeschlossen. Nach einer einmonatigen Regenerationsphase steigt das Team Ende in die Vorbereitung ein, neben Trainingslager und Spaßturnieren wird es zahlreiche Testspiele geben. Beim Altstadtfest Ende August findet die offizielle Mannschaftsvorstellung statt, schon eine Woche später duellieren sich die beiden Aufsteiger in der ersten Runde des HVS-Pokal in der Neißestadt. „Wir wissen jetzt schon, dass wir unseren ersten Spieltag zu Hause gegen Kamenz haben werden. Das ist doch gleich ein schönes Derby zum Auftakt“, blickt John weit voraus. Bis dahin steht seinem Team aber noch viel Arbeit bevor.

Robert Eifler




  Kalender

 

05/09/2010 - 10:00 Uhr
Tischtennis - 2.Mannschaft
SV Energie Görlitz - Heimspiel TH MS 6

 

05/09/2010 - 13:30 Uhr
Handball - C1-Jugend weiblich
NSG RIO - Riesa

 

05/09/2010 - 14:00 Uhr
Handball - 1.Frauenmannschaft
Annaberg-Buchholz - Annaberg

 

05/09/2010 - 17:00 Uhr
Handball - 1.Männermannschaft
ZHC Grubenlampe - Jahnsporthalle

 

11/09/2010 - 15:00 Uhr
Handball -
VfL Waldheim54 - SH Rauschwalde

 

11/09/2010 - 17:00 Uhr
Handball - 1.Frauenmannschaft
HC Leipzig lll - SH Rauschwalde

 

12/09/2010 - 12:00 Uhr
Handball - A-Jugend weiblich
SC Riesa - Riesa

 

12/09/2010 - 17:00 Uhr
Handball - 1.Männermannschaft
HVH Kamenz - Jahnsporthalle

 

18/09/2010 - 08:00 Uhr
Kegeln - 3.Männermannschaft
1.Kreisklasse - Großschönau

 

18/09/2010 - 14:30 Uhr
Handball - C1-Jugend weiblich
HV Chemnitz - Chemnitz

 

19/09/2010 - 12:30 Uhr
Handball - A-Jugend weiblich
Burgstädter HC - SH Rauschwalde

 

19/09/2010 - 15:00 Uhr
Handball - 1.Frauenmannschaft
SG HV Chemnitz - Chemnitz

 

19/09/2010 - 16:30 Uhr
Handball -
SG Lok Wurzen - Wurzen

 

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