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![]() 02/03/2010
Der SV Koweg Görlitz ist 40. - Herzlichen Glückwunsch!
40 Jahre, und kein bisschen müde – so präsentiert sich in diesen Tagen der SV Koweg Görlitz zu seinem runden Geburtstag. 40 Jahre voller Höhen und Tiefen, 40 Jahre Wachstum, 40 Jahre Erfolg – so ist die junge Geschichte eines der mitgliedsstärksten Vereine der Region kurz zusammengefasst. Und weil es sich allein so schlecht feiert, hatte Koweg jede Menge Gäste geladen. Auf das Jahresende 1969 datieren die ersten Planungen einiger Sportbegeisterter des VEB Kondensatorenwerkes Görlitz, etwas Neues ins Leben zu rufen. Man hatte gut gearbeitet und fühlte sich reif für einen neuen Lebensabschnitt. Nur drei Monate, und damit kürzer als gewöhnlich, dauerte die Schwangerschaft, bis am 28.02.1970 das Kind das Licht der Welt erblickte. Und weil die Eltern einen Teil ihrer Herkunft an den jungen Spross weitergeben wollten, entschlossen sich die Verantwortlichen (federführend Günther Rothe und Werner Thiel) zum Rufnamen Koweg. Von Beginn an treibt er nun Sport, begann mit Gymnastik, Tischtennis und Fußball. Der Bewegungsdrang war unerschöpflich, weshalb sich ein Jahr später die Eltern entschlossen, das Kind auch in Billard, Kegeln, Orientierungslauf und Handball einzuschreiben. Fortan reifte der Bub, gedeihte prächtig und wurde stetig größer. Dann plötzlich kam die Wende, und der inzwischen Jugendliche stellte Überlegungen an, ob und wie er das alles weiter ausführen kann, was ihm so lieb geworden war. Den Spitznamen Koweg hatte er weg, also sollte daran gar nicht gerüttelt werden. Kaum den Führerschein in der Tasche, ging es zusätzlich zum Volleyball. Auf seinem mitunter steinigem Weg fand er Freunde, die ihn finanziell und ideell unterstützten, damit er dem Sport weiter so agil nachgehen könne. Denn die Fahrten zu Training und Wettkämpfen, das Mieten von Sportstätten und seine Ausrüstung, die er pfleglich behandelte und sich dennoch abnutzte, waren sehr kostenintensiv. Und das Taschen- und Ausbildungsgeld reichte schon lange nicht mehr aus. Die Bewältigung des Kraftaktes, alles abzusichern und zu organisieren schaffte der junge Mann nur durch die Einrichtung eines eigenen Büros im Jahr 1997, das inzwischen mehrfach den Standort wechselte und nun in seinem neuen Domizil, der Sporthalle Rauschwalde beheimatet ist. Kurz vor dem dritten runden Geburtstag stellte sich Nachwuchs ein, der unbedingt auf den Bogensportplatz und ins Stadion zur Leichtathletik wollte. Inzwischen ist der gute Mann 40 Jahre geworden, stattlich gewachsen, hat sich inzwischen einen Namen über die Stadtgrenzen hinaus gemacht und ist jetzt weitaus dynamischer als je zuvor. Am letzten Wochenende standen die Feierlichkeiten zum Ehrentage an, auf die sich der Verein knapp ein Jahr vorbereitet hatte und reichlich Gäste lud. Zu allererst lud der SV Koweg Görlitz, der sich inzwischen zum 7.-größten Verein im Landkreis Görlitz und mit rund 650 Mitgliedern zum zahlenmäßig 2.-stärksten Verein der Stadt entwickelt hat, seine Sponsoren und Förderer zum Tanz in seiner Klause. Koweg ist sich bewusst, dass ohne die finanzielle Unterstützung aus dem Keim im Jahre 1970 sich niemals eine so kräftige Pflanze entwickeln hätte können. Der Dank aller Abteilungen wurde per Videobotschaft an die Sponsoren gerichtet. Zugleich überraschte der Verein mit der Veröffentlichung einer Chronik, die die wesentlichen Eckpunkte und Erfolge der letzten vier Jahrzehnte beinhaltet. Bewegend ging es am Samstag zum Ehrenamtstanz zu, als sich der schwer an Krebs erkrankte Ehrenvorsitzende unter das Feiervolk mischte. Der Verein fühlt sich stolz und glücklich darüber, diesen Moment mit Wolfgang Borchert, der lange Zeit die Geschicke mitbestimmte, genießen zu können. Deshalb war es dem 1.Vereinsvorsitzenden Peter Schäfer auch eine Ehre, die erste Auszeichnung mit der Ehrennadel des SV Koweg Görlitz an Borchert überreichen zu können. Zu Tränen rührte Wolfgang Borchert jeden Anwesenden in seiner kurzen Abschiedsrede, dass er ein Wiedersehen leider nicht versprechen könne, sich aber sehr glücklich schätzt, den Verein in so tatkräftigen Händen zu wissen. Matthias Poitschke, langjähriger Entwickler der Handballabteilung, wurde diese Auszeichnung anschließend ebenfalls zuteil. Der dritte im Bunde, der sich über eine Ehrung freuen durfte war Jürgen Müller, ausgezeichnet mit dem bronzenen Tischtennis-Schläger des sächsischen TT-Verbandes. Mit Spiel und Spaß rundete der SV Koweg Görlitz seinen Geburtstag am Sonntag ab. Mehr als 100 Kinder, Jugendliche und deren Eltern versammelten sich zum Spieltag in der Sporthalle Rauschwalde, um an den unterschiedlichsten Sport- und Geschicklichkeitsstationen auf Punktejagd zu gehen. Bedanken möchte sich der Verein bei allen, die zum Gelingen dieses Geburtstagswochenende beigetragen haben und ein Glas erheben will Koweg mit allen, ohne die es vielleicht bis zum 40.Ehrentage gar nicht gekommen wäre. Jedem ehrenamtlich Tätigen sowie den zahlreichen Sportlerinnen und Sportlern sei gedankt, die ihre Freizeit in blau-gelb tünchen, dem Verein viele Stunden widmeten und auch weiterhin aufbringen, um zum weiteren Erfolg beizutragen. Robert Eifler
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